Menschliche Kreativität


Während sich der Begriff Intelligenz von (lat.) ,intellegre’ (einsehen, verstehen, schlussfolgern) ableitet, liegt der Ursprung der Kreativität im lateinischen Begriff ,creare’ – was hervorbringen, erschaffen, erzeugen bedeutet. Diese Herleitung indiziert schon einen Versuch der Definition von Kreativität. Dieser geht dahin, dass Kreativität nur durch Intelligenz möglich ist und ein sogenanntes ,kreatives Produkt’ hervorbringt. Wenn man Kreativität in einem Wörterbuch nachschlägt, wird von einem ,kreativen Vermögen’ gesprochen und Synonyme wie Einfallsreichtum oder Erfindungsgabe genannt. Die kreative Eigenschaft wird evolutionär gesehen immer dem Menschen als Privileg zugeschrieben. So verfolgt Heinz Schuler (österreichsicher Psychologe) die Definition, dass Kreativität durch divergentes (entgegengesetztes, auseinander strebendes, grenzenloses) Denken entsteht. 

Die Kreativität ist allerdings im Vergleich zur Intelligenz nicht messbar und wird vor allem über das entstandene Produkt definiert. 

Um dieses kreative Produkt zu schaffen, erörterte Graham Wallas das ,four stage model of the creative process’. Diese vier Phasen der Kreativität beschreibt er als Präparation (sich intensiv mit Gebiet beschäftigen), Inkubation (Nichtbeschäftigung, um neuronale Verknüpfungen zuzulassen), Verifikation (Bewerten der Rekombinationen) und Ausarbeitung. 

So kann man die Theorie der Kreativität beschreiben, indem wie bei der Intelligenz Informationen aufgenommen und gespeichert werden, darauf hinwieder abgerufen und verknüpft werden. Bei der Kreativität kommt dann als letzter Schritt noch die Rekombination der Informationen dazu. Flexibilität, Schnelligkeit und Originalität lassen dann Mitmenschen Sätze wie „Du bist ja kreativ!“ formulieren. Der scheinbar wichtigste Aspekt der Kreativität ist die Unberechenbarkeit. Kreativ scheint nur das zu sein, was sich nicht vorhersagen lässt. 

Ein noch ergänzend zu erwähnender Ansatz ist der systematische Ansatz nach Csikszentmihalyi und Wolfe (2000). Dieser bezeichnet „Kreativität als Ideen oder Produkte, die originell sind, von der jeweiligen Gesellschaft bzw. Kultur hoch geschätzt werden und ausgearbeitet sein bzw. funktionieren müssen“ ((https:// http://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/kreativitaet/8300, 18.06.20). In diesem Gedanken lässt sich erstmals die Kreativität auch als wirtschaftlichen Motor beschreiben und zeigt auch die sich stetig verändernde Entwicklung im Dienstleistungssektor. Kreative Produkte mit geistigem Wert als wirtschaftlicher Grundbaustein.



Ausgewählte Quellen (Recherche 17.-18.06.20)

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3 Kommentare zu „Menschliche Kreativität

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